U-Bahn-Haltestelle Rödingsmarkt – Rathausmarkt
Streckenlänge: 1,4 km
Dauer (laut Google Maps): 20 Minuten
Wetter: Leicht bewölkt – bei sommerlichen 27 °C

Quelle Foto oben: Von Daniel Ullrich, Threedots – Hampurin raatihuone., CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=408067

Einer der ältesten Straßen Hamburgs: die Deichstraße.

Mit ihren schönen alten Bürgerhäusern und den Restaurants ist sie ein wahres Kleinod in der großen Stadt.

Skurriles an und auf der Straße

Besonders zu empfehlen: bretonische Speisen im Ti Breizh, dem Haus der Bretagne.

Georg Engst hat im Hamburg zahlreiche Skulpturen erschaffen. Einige davon stehen vor der Deutschen Bundesbank an der Willy-Brandt-Straße, so wie dieser Brunnen. 

Seit 1981 läuft hier das Wasser: Fünf große und fünf kleinere bronzene zylinderförmige Pumpen bilden das Kernstück dieses Brunnens. In einem geschlossenen Kreislauf wird das Wasser nacheinander in die Zylinder gepumpt, um dann in ein unterirdisches Bassin zurückzufließen. Mit diesem Brunnen will Georg Engst Hamburgs besondere Beziehung zum Wasser darstellen. 

Drei Wahrzeichen in einem Bild

Die Filiale der Deutschen Bundesbank mit der Skulptur „Knoten“ des Bildhauers Georg Engst, die blaue Fußgängerbrücke über die Willy-Brandt-Straße sowie der Turm der im 2. Weltkrieg zerstörten Kirche St. Nikolai.

Großer und kleiner Knoten

In der Deichstraße platzierte Georg Engst den „Kleinen Knoten“ (Bild unten rechts) – das Gegenstück zum „Großen Knoten“ vor der Bundesbank (Bild unten links). Beide Bronzeknoten stehen unter dem Motto „Haken, Ösen, Schlaufen, Schlingen“, womit der Künstler Bezug auf die unmittelbare Nähe zum Hafen und zur historischen Speicherstadt.

Ehemalige Hamburger Hauptkirche St. Nikolai

Imposantes Mahnmal. Die Kirche wurde bereits 1195 gegründet, ihre neugotische Ausführung wurde 1874 fertiggestellt. Der 147,3 Meter hohe Turm war 1877 sogar das höchste Bauwerk der Welt! Heute ist die Ruine als Mahnmal „den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft zwischen 1933 und 1945“ gewidmet

(Quelle Bild unten: Von AlterVista – Von AlterVista in die deutschsprachige Wikipedia geladen., CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1343072). 

Die blaue Brücke

Die markante blaue Fußgängerbrücke über die Willy-Brandt-Straße wurde 1982 eingeweiht. Auch sie verdankt ihre Existenz der Bundesbank. Ihre Zukunft ist derzeit ungewiss. Die für Hamburger ungewöhnlichen Außenrolltreppen sind ziemlich wartungsintensiv. Darüber hinaus wird gerade ein Neubau des heutigen „HOLCIM“-Bürogebäudes an der Willy-Brandt-Straße 69 an der Südost-Seite der Brücke geplant, der bei einem Abriss der Brücke deutlich weiter in den öffentlichen Raum hinein gebaut werden könnte.

Unten in der Bildmitte gut zu erkennen: die markante blaue Brücke.

Dank der Brücke kann man die große Hauptverkehrsstraße ohne Ampeln überqueren. Sie ist auch ein beliebter Aussichtspunkt bei Touristen. 

Im Vorbeigehen fällt der Blick auf zeitgenössische Kunstwerke. Inzwischen weltbekannt: die „Elphi“.

Ein Gruß aus vergangenen Zeiten. 

Weiter geht es auf dem Großen Burstah, nun ist es nicht mehr weit bis zum Rathausmarkt. 

Rathausmarkt

Das Hamburger Rathaus wurde von 1886 bis 1897 errichtet, sein Turm ist 112 Meter hoch.

Im Innenhof des Rathauses steht der Hygieia-Brunnen. Er ist ein Werk des Bildhauers Joseph von Kramer, der ihn 1895/1896 gestaltete. Die Hygieia oben auf dem Brunnen ist eine allegorische Figur für Gesundheit. Sie steht auf einem Drachen, der die Choleraepidemie von 1892 symbolisiert. Auch einen praktischen Nutzen hat der Brunnen, da sich in seinem Sockel Einlässe für das Belüftungssystems des Rathauses befinden.

Am Rathaus selbst finden sich zahlreiche interessante architektonische Details. Fast täglich werden Führungen angeboten.